Prävention Sexualisierte Gewalt

Sexualisierte Gewalt ist keine gewalttätige Form der Sexualität, sondern eine sexualisierte Form der Gewalt!

 

Wir verstehen darunter - ganz allgemein - die Überschreitung einer Grenze durch (sexuelle) Übergriffe  unter Ausnutzung einer Macht- oder Autoritätssituation.

Die genaue Definition dieser Thematik ist nicht ganz einfach, denn häufig ist diese Grenze nicht klar zu erkennen oder wird individuell und subjektiv unterschiedlich empfunden oder wahrgenommen.

Gerade im Sport kommt es häufig zu Körperkontakt oder intim empfundenen Situationen, z.B. bei Hilfestellung (Sport) oder in der Umkleide.

Wann ist eine Berührung übergriffig? Wenn der Sportlehrer versehentlich die Brust eines Mädchens berührt, während er ihr Hilfestellung bei einer Turnübung gibt? Überschreitet ein Papa, der seiner Tochter die Turnhose hinterher trägt und in die Mädchenumkleide kommt, eine Grenze? Fühlen sich dadurch andere Mädchen in der Umkleide möglicherweise belästigt? Diese beiden Beispiele verdeutlichen, dass bereits Vorkommnisse, die der eine als vollkommen harmlos empfindet, vom anderen als unangenehm, unangemessen oder sogar verstörend empfunden werden können.

 

Alle Hamburger Sportvereine sind durch die Hamburger Sportjugend dazu aufgerufen, im Verein Maßnahmen zur Unterbindung von sexualisierter Gewalt zu treffen. Auch wir folgen diesem Aufruf und haben folgende Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt implementiert:

 

  • Benennung und Schulung einer Ansprechpartnerin für die Prävention sexualisierter Gewalt
  •  alle Helfer*innen, Übungsleiter*innen und Mitarbeiter*innen haben einen Ehrenkodex unterzeichnet, mit dem sie sich verpflichten, fair und angemessen mit allen Kindern und Jugendlichen umzugehen (Download Ehrenkodex siehe unten)
  • Jeder Mitarbeiter/Helfer/Übungsleiter*in muss in regelmäßigen Abständen ein aktuelles, erweitertes Führungszeugnis vorlegen.
  • Tätigkeitsausschluss s für Personen mit einschlägigen Einträgen im Führungszeugnis.

Wir möchten an dieser Stelle auch beginnen, ein Problembewusstsein zu diesem Thema zu schaffen und eine Kultur des Hinschauens einzuführen und zu praktizieren.

 

Der SiB-Club praktiziert gegenüber entsprechenden Übergriffen eine Null-Toleranz-Politik. Wir werden gezielt gegen entsprechend handelnde Personen vorgehen und dafür Sorge tragen, dass sich alle Sportler*innen bei uns wohl fühlen können.

 

Das bedeutet: Wenn Dir eine Situation unangenehm ist, wenn Du Dich von anderen Sportlern*innen oder Übungsleitern*innen sexuell belästigt / bedrängt / eingeschüchtert fühlst oder es gar zu Übergriffen gekommen ist, nehmen wir dieses Vorkommnis sehr ernst. Wir bitten Dich, uns vertrauensvoll anzusprechen, denn nur wenn wir davon wissen, können wir handeln. Dies gilt natürlich auch, wenn Du solche Vorkommnisse bei anderen beobachtet hast.

 

Unsere geschulte Ansprechpartnerin für die Prävention Sexualisierter Gewalt im SiB-Club ist:

 

Christin Groth

Tel. 040 / 428 892 194

info@sibclub.de.

 

Sie ist persönlich anzutreffen in der Geschäftsstelle des SiB-Clubs, vorzugsweise zu den Geschäftszeiten dienstags 12-15 Uhr, oder nach Vereinbarung.

 

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